Realschule Heiligenhaus
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RSH in den koreanischen Medien

RSH in den koreanischen Medien

Warum der Konrektor unserer Realschule im koreanischen Fernsehen erscheint… 

Die Städtische Realschule Heiligenhaus ist bereits seit 1975 eine UNESCO-Projektschule. Sie war damals die erste Schule in Nordrhein-Westfalen, die diesem weltweiten Netzwerk beitrat und sich damit verpflichtete, die Ziele der UNESCO für eine bessere Welt in besonderem Maße zu achten und zu unterstützen. Zu diesen Zielen, kurz SDGs (Sustainable Development Goals = Ziele für nachhaltige Entwicklung), gehören beispielsweise der Schutz der Natur und Reduzierung des Klimawandels, aber vor allem auch soziale Ziele wie soziale Gerechtigkeit, Verringerung von Hungersnöten und Armut auf der Erde. Ein Baustein dieser Arbeit ist die weltweite Vernetzung und Erziehung der Schulkinder zu sogenannten „Global Citizens“ (Weltbürgern), so dass internationale Partnerschaften entstehen können zur Erreichung der Ziele, von denen alle Seiten profitieren. 

Im Jahr 2022 haben die Realschule Heiligenhaus und die Geun Young Middle School in Jeonju, Südkorea, den ersten Schritt ihrer internationalen Partnerschaft unternommen und eine Brieffreundschaft zwischen ihren Schülerinnen und Schülern aufgebaut und immer weiter fortgesetzt. So haben im April dieses Jahres auch erstmalig Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen Briefe nach Korea geschickt und auch wieder von dort Antwort erhalten. 

Der achtstündigen Zeitverschiebung zum Trotz werden auch immer wieder gemeinsame Videochats zu UNESCO-Themen wie „Frieden“, „Kultur und Traditionen“ oder „Beseitigung von Diskriminierung“ durchgeführt, um eine unmittelbare Begegnung der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. 

Den bisherigen Höhepunkt der Beziehungen stellte der Besuch einer Delegation der koreanischen Schule in Heiligenhaus im Jahr 2024 dar. Dabei konnten sich die Kinder ganz persönlich kennenlernen, es wurde gemeinsam die Schule besucht, aber natürlich auch zahlreiche Ausflüge zu bedeutenden regionalen Welterbestätten wir der Zeche Zollverein oder dem Kölner Dom unternommen. Bei dieser Gelegenheit entstand auch ein Video, das nun im Rahmen eines Interviews des koreanischen Senders KBS mit der koreanischen Projektleiterin Eun-Kyeong Cho über die internationalen Austauschprogramme ihrer Schule ausgestrahlt wurde (14.05.2026). In diesem Video ist auch ein kurzer Ausschnitt aus der damaligen Begrüßungsansprache des Konrektors der Heiligenhauser Realschule, Herrn Bernd Volkhausen, zu sehen. 

Momentan arbeitet die Realschule Heiligenhaus an einem Gegenbesuch bei der Schule in Korea, jedoch bereitet vor allem die Finanzierung der Flüge noch Schwierigkeiten. Über Unterstützung bei dieser Aufgabe durch lokale Sponsorinnen und Sponsoren würden sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule sehr freuen. Diese können sich gerne bei der Schule melden (unesco@realschule-heiligenhaus.de). 

Diskrimi-NEIN

Diskrimi-NEIN


Grenzen überwinden – Aktiv gegen religiöse und rassistische Diskriminierung!

Auch eine UNESCO-Projektschule ist nicht automatisch frei von Vorurteilen und Diskriminierung. Teils werden Vorurteile offen geäußert, als Beleidigungen oder Anfeindungen, aber häufig auch unbewusst als vermeintliche Witze oder übliche Praxis normalisiert.

Um dem aktiv entgegen zu wirken haben wir uns am 17.03.26 einen Tag lang ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt und in ganz unterschiedlichen Formaten daran gearbeitet, dass alle sich ihrer Vorurteile bewusster werden und diskriminierendes Verhalten erkennen und ändern können.

Der Projekttag war Ausprägung des Jahresthemas „Grenzen überwinden“, das sich die 300 deutschen UNESCO-Projektschulen für das Jahr 2026 gewählt haben. Eingerahmt wurde unser Projekttag von den beiden UN-Thementagen „zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit“ am 15.03. und „zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung“ am 21.03. So konnten wir aktiv einen Beitrag zur Umsetzung der UNESCO-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals = SDG) leisten, insbesondere für SDG #10 „Weniger Ungleichheiten“.

Ein zentrales Element bildete eine schulweite Umfrage, deren Ergebnisse für alle ausgestellt wurden und zeigen, in welchem Ausmaß einerseits bereits Diskriminierung erlebt wurde, aber auch, dass diskriminierende Haltungen leider auch an unserer Schule anzutreffen sind und wir daran noch viel zu arbeiten haben.
Dementsprechend waren unsere Aktionen an diesem Tag vielfältig. Die verschiedenen Gesichter von Diskriminierung wurden freigelegt, die eigene Herkunft wurde ergründet, Kollagen erstellt, Kunstwerke gestaltet, rechtliche Grundlagen recherchiert, Buttons mit Anti-Diskriminierungs-Statements gestaltet und vieles mehr. Schließlich stand dabei im Vordergrund: wie kann ich selbst Diskriminierung verhindern und mit meinem Verhalten ein gutes Beispiel geben?

Der Projekttag ist natürlich nur ein Schritt auf unserem Weg zu einer offenen und gleichberechtigten Gesellschaft, aber wer sich nicht auf den Weg macht, wird sein Ziel nie erreichen. Also: weiter geht’s!

Nun freuen wir uns auf den nächsten Projekttag im Herbst, der dieses Mal unter dem Motto „Tag der Wohltätigkeit“ stehen wird und unseren Blick in unserer immer stärker vom Konsum geprägten Gesellschaft zurück auf die Gemeinschaft lenken soll.

Gemeinsam Gotteshäuser entdecken

Gemeinsam Gotteshäuser entdecken

Die Jahrgangsstufe 10 hat auch in diesem Schuljahr wieder das Projekt „Besuch der Gotteshäuser“ durchgeführt.

Am Mittwoch, den 22. April 2026, besuchten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Alte Synagoge in Essen. Anschließend schauten sie sich die Stolpersteine an, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, und besuchten danach den Essener Dom.

Am Freitag, den 24. April 2026, ging es weiter zur DITIB-Moschee in Heiligenhaus. Dort führte der Imam die Klassen durch die Moschee, hielt eine kurze Predigt und erklärte den Schülerinnen und Schülern den Islam, das Leben der Muslime sowie die religiösen Pflichten.

Das Projekt zeigte den Schülerinnen und Schülern, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und Toleranz zwischen den Religionen für ein friedliches Miteinander sind.

Politischer Plausch mit Paul

Politischer Plausch mit Paul

Sich informieren und informiert bleiben ist für eine Demokratie unbedingt erforderlich, und so hat unsere UNESCO-AG im Jahr 2024 die Idee gehabt, für unsere Schule einen gut recherchierten, aber auch leicht zu verstehenden Podcast zu gestalten, der kulturelle und politische Themen aufgreift und für die Kinder unserer Schule präsentiert. 

Aus dieser Idee entstand der „Politische Plausch mit Paul“, kurz „PPP“, der im Dezember 2024 mit einer Folge über Weihnachten in unterschiedlichen Kulturen zum ersten Mal erschien. 

Mittlerweile gibt es vier Folgen, und die letzte Folge zum Thema Diskriminierung hat sogar unseren schulweiten Projekttag am 17.03.2026 gegen religiöse und rassistische Diskriminierung vorbereitet. 

Im Dezember 2025 haben wir uns mit dem Podcast beim Bundeswettbewerb „demokratisch handeln“ des gleichnamigen Fördervereins beworben. Insgesamt haben sich dabei 485 Projekte mit dem Hintergrund der Förderung unserer Demokratie beworben, mit zusammen 18.514 Teilnehmenden Personen. 
Leider haben wir dabei nicht gewonnen, wohl aber diese Teilnahmeurkunde erhalten. 

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